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Glossar: Brauereispezifische Fachbegriffe für Haus und Hobbybrauer

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Begriffe T-V

T

 

Taktschubförderer: besondere Art der pneumatischen Förderanlage für Getreide, wobei das Fördergut nicht kontinuierlich im Luftstrom schwimmend sondern taktweise in von Luftpolstern getrennten Pfropfen gefördert wird

Taktzeit (FlaWaMa): Zeit zwischen zwei Ausbringungsschüben der Flaschenwaschmaschine

Tandemfiltration: vgl. Kieselgur-Filtration, doppelte

Tangential-Fluss-Filtration: Cross-Flow-Filtration

Tarar: Gerät zur Entfernung spezifisch leichterer Teile aus einem spezifisch schwereren Produktstrom mittels Saugluft

Tausendkorngewicht: veraltet und umgangssprachlich für Tausendkornmasse

Tausendkornmasse: die Masse von tausend Gersten- oder sonstigen Getreidekörnern in Gramm; jahrgangsspezifisches Merkmal des Getreides

Teilmaische: = Kochmaische

Teilmaischekochen: das Kochen der Teilmaische bzw. Kochmaische

Teilmaischeziehen: = Maischetrennen

Tenne: vgl. Malztenne

Tennenmälzerei: Mälzerei, bei der die Keimung auf einer Malztenne durchgeführt wird

TKG: Abkürzung für Tausendkorngewicht

Totweiche: übermäßige Wasseraufnahme des Gerstenkornes (> 50 %), die mit einer zu geringen Belüftung einhergehen kann und so zum Tod des Keimlings führt

Träger: = Flaschenträger

Transportfass: bauchiges Fass oder Keg, das dem Transport des Bieres zum Verbraucher dient

Transportschnecke: vgl. Schneckenförderer

Treber: die festen Bestandteile der Maische nach dem Abläutern, die sich aus unlöslichen und ungelösten Malzschrotbestandteilen und Wasser zusammensetzen

Treberhöhe: Höhe der Treberschicht im Läuterbottich während bzw. am Ende des Abläuterns

Treberwiderstand: Widerstand, den der Treber der durchfließenden Würze entgegensetzt; er nimmt beim Abläutern zu und kann durch Aufhacken vermindert werden

Trichterweiche: typische Form der Gerstenweiche in der Mälzerei, die wegen ihrer konisch zulaufenden Form problemlos eine vollständige Entleerung ermöglicht

Trieur: Gerät zur Aussortierung von Halbkörnern und kugeligen Fremdsamen aus der Rohgerste

Trinkwasser: Wasser, das den Vorgaben der Trinkwasser-Verordnung entspricht

Trockengeben der Hefe: Geben der frisch geernteten Hefe ohne Zwischenlagerung direkt in den nächsten Sud

trocken gesättigter Dampf: Dampf, dem die Verdampfungswärme vollständig zugeführt worden ist, der deshalb kein Wasser mehr enthält und so sehr gut weiter transportiert werden kann

Trockensubstanz: die Masse eines Stoffes ohne dessen natürlichen oder zugeführten Wassergehalt; die wasserfreie Masse eines Stoffes, die übrig bleibt, wenn dessen natürlicher Wassergehalt vollständig ausgedampft worden ist

Trockenteil: Bereich der Be- und Entpalettierung im Flaschenkeller

Trockenweiche: Luftweiche bzw. Abschnitt beim Weichen des Getreides in der Mälzerei während dem das Getreide nicht unter Wasser liegt. Vor der Trockenweiche wird das Wasser aus dem Weichbehälter abgelassen

Trocknen der Gerste: vgl. Gerstentrocknung

Trogkettenförderer: = Redler

TRS: Abkürzung für Trockensubstanz

Trub: vgl. Bruch, Grobtrub, Heißtrub

Trübungen, biologische: durch Mikroorganismen hervorgerufene Trübungen im fertigen Bier

Trübungen, chemisch-physikalische: alle Trübungen im fertigen Bier, die nicht durch Mikroorganismen verursacht sind, also chemische und/oder physikalische Ursachen haben

Trubwürze: die Gesamtheit von Würzeanteilen sowie Grob- und Feintrub bzw. die nach der Grobtrubausscheidung im Whirlpool (oder anderen entsprechenden Anlagen) noch im Grobtrub enthaltene Würze

Trübwürze: sie befindet sich nach dem Abmaischen zwischen Senkboden und Läuterbottichboden und besteht aus festen, unverzuckerten Maischeteilen; sie wird beim Vorschießenlassen abgezogen und zur Nachverzuckerung mit Hilfe der Trübwürzepumpe auf die Maische im Läuterbottich aufgebracht

Trübwürzepumpe: Pumpe, mit deren Hilfe die Trübwürze auf die Maische im Läuterbottich aufgebracht wird

Trübwürzepumpen: Aufbringen der Trübwürze nach dem Vorschießenlassen auf die Maische im Läuterbottich

Tunnelpasteur: Anlage zur Pasteurisation des schon in Gebinde (Flaschen, Dosen) abgefüllten Bieres

Turmmälzerei: Mälzerei, bei der die in der Regel runden Keimkästen übereinander angeordnet sind

 

U

 

Überhitzer: Wärmetauscher zur Erzeugung überhitzten Dampfs

überhitzter Dampf: bis auf 300°  C erhitzter Wasserdampf, bei nur geringen Energieverlusten transportiert werden kann

Überschwänzen: = Anschwänzen

Überweiche: = Totweiche

Ultraspäne: vgl. Biospäne

Umdrücken/umdrücken: = Umpumpen/umpumpen

Umkehrosmose: Verfahren zur Enthärtung von Rohwasser mittels einer Membran bei Umkehrung der normalen osmotischen Druckverhältnisse durch die Anwendung von hohem Druck

Umsetz-Kasten-Mälzerei: vgl. Keimstraße

untergärig: mit untergäriger Hefe vergoren

untergärige Biersorten: alle Biersorten, deren Gärung allein mit untergäriger Hefe durchgeführt worden ist (z.B. Pils, Export, Märzen)

untergärige Hefe: Hefeart, bei der sich Mutter- und Tochterzelle bei der Vermehrung sofort trennen, die darum keinen Auftrieb durch gebildete Kohlendioxid-Bläschen erfahren und sich deshalb am Boden des Gärgefäßes absetzen

 

V

 

Verweilzeit (FlaWaMa): vgl. Behandlungszeit

V°aus: Abkürzung für Ausstoßvergärungsgrad

V°end: Abkürzung für Endvergärungsgrad

V°gär: Abkürzung für Gärkellervergärungsgrad

VDK: Abkürzung für vicinale Diketone

Vegetationswasser: Wasser, das Getreide zusätzlich zu seinem natürlichen Wassergehalt (= Konstitutionswasser) zur Keimung benötigt; Gerste nimmt beim Mälzen das Vegetationswasser in der Weiche auf

Verdampfungswärme: Wärmemenge, die notwendig ist, um eine Flüssigkeit in den gasförmigen Aggregatszustand (Dampf) der gleichen Temperatur hinüber zu führen

Verdampfungsziffer: die beim Würzekochen verdampfte Wassermenge in Prozent pro Stunde bezogen auf die Ausschlagwürzemenge als Grundwert (100 %)

Verdunstungskondensatoren: vgl. Kondensator; Teil einer Kompressionskühlanlage, in dem das Kältemittel abgekühlt und verflüssigt wird. Im Verdunstungskondensator werden die das Kältemittel enthaltenden Kondensatorrohre mit Wasser überströmt, wobei das Wasser verdunstet und die zur Verdunstung notwendige Energie dem Kältemittel entzieht

Verflüssigung der Stärke: zweiter Teilvorgang beim Stärkeabbau in der Maische, bei dem die Einfachzuckerketten der Stärke von der alpha-Amylase in kleinere Ketten aufgesprengt werden, wodurch sich die Viskosität der Maische sehr rasch vermindert

Vergärungsgrad: Anteil des Extraktgehaltes der Ausschlagwürze in Prozent, der bis zu einem bestimmten Zeitpunkt im Brauprozess (z.B. Schlauchen, Filtration) vergoren ist

Verkleisterung der Stärke: erster Teilvorgang beim Stärkeabbau in der Maische, bei dem in der warmen und wässerigen Lösung der Maische von den Stärkemolekülen in großem Umfang Wasser angelagert wird, wodurch die Stärkekörner quellen, platzen und als Folge die Viskosität der Maische stark zunimmt

Verkostung: = Degustation

Verschneidbock: Gerät im Lagerkeller zum Verschneiden mehrerer Lagertanks vor der Filtration bzw. zum lufteinzugsfreien Umstellen beim Ziehen von einem Lagertank auf den nächsten; der Verschneidbock bietet 2 bis 6 Gewindeanschlüsse mit jeweils einer Schaulaterne zur Sichtkontrolle

Verschneiden/verschneiden: Mischen von mehreren Bottichen, Tanks oder Suden der gleichen Biersorte zur Erzielung einer gleichbleibenden Bierqualität

Verteilerpaneel: vgl. Paneel

Vertikaldarre: Darre mit zwei vertikal (senkrecht) gestellten Hordenblechen, wobei das Grünmalz von oben zwischen den zwei Hordenblechen einströmt und nach unten durchrutscht; die warme Darrluft wird seitlich eingeblasen

Verzuckerung der Stärke: dritter Teilvorgang beim Stärkeabbau in der Maische, bei dem durch alpha- und beta -Amylase zunehmend jodnormale Zucker gebildet werden

Vicinale Diketone: Gärungsnebenprodukte, die bei Überschreiten eines bestimmten Schwellenwertes dem Bier einen unreinen, süßlichen Geruch und Geschmack geben; Diacetyl ist ein vicinales Diketon

Vierwalzen-Mühle: Schrotmühle, die mit zwei Walzenpaaren arbeitet

Viskosität: die Zähigkeit einer Flüssigkeit; je höher die Temperatur einer Flüssigkeit ist, desto dünnflüssiger ist sie (geringe Viskosität); je konzentrierter die Flüssigkeit ist, desto dickflüssiger ist sie (hohe Viskosität)

Vitascope: Gerät, das im Labor zur Bestimmung der Keimfähigkeit mit der Färbemethode benötigt wird

Vollbier: Bier mit einem Stammwürzegehalt von mindestens 11,0 % und weniger als 16,0 % (Bereich 11,00 bis 15,99 %)

Vollgerste: = Erste Sorte

Vollgut: alle gefüllten Transportgebinde

Vollmundigkeit: Geschmackseindruck, den der unvergorene Extraktgehalt des Bieres beim Trunk vermittelt

Volumetrische Abfüllung: Füllmethode für Gebinde, bei der das Füllvolumen der Flüssigkeit zunächst in einer separaten Kammer des Füllers genau abgemessen wird und erst dann in das zu füllende Gebinde einströmt

Vorderwürze: die flüssigen Bestandteile der Maische (gelöster Extrakt und Wasser) nach ihrem Abläutern also vor dem Anschwänzen (= Überschwänzen)

Vorfiltration: Entfernung grober Trübungsbildner (v.a. Hefezellen) aus dem Bier

Vorfluter: in der Abwassertechnik alle natürlichen Gewässer, z.B. Bäche, Flüsse, Seen usw.

Vorlaufgefäß: Auffanggefäß als Zwischentank (Puffertank) vor allem beim Abläutern; bei Sudfolge nimmt das Vorlaufgefäß bei noch besetztem Läuterbottich die abgeläuterte Vorderwürze auf

Vormaischen: Benetzen des Malzschrotes mit Brauwasser im Zulaufrohr des Schrotes zum Maischbottich, um Mehlverluste zu vermeiden; auch: Vermischen der entmischten Rastmaische vor dem Aufmaischen durch Einfahren des Rührwerks im Maischgefäß

Vorschießen lassen: Entfernen der Trübwürze durch kurzzeitiges starkes Öffnen der Quellgebiete am Läuterbottich zu Beginn des Abläuterns

Vorspannen/vorspannen: auf Druck bringen eines Tanks oder eines Gebindes mit Spanngas vor der Befüllung

Vorübergehende Härte: = Carbonathärte

V4A-Stahl: Firmenbezeichnung für rostfreien Stahl (vgl. Chromnickelstahl)

V2A-Stahl: Firmenbezeichnung für rostfreien Stahl (vgl. Chromnickelstahl)

 

08.03.2010, 22:14 von Sinister | 25579 Aufrufe
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